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Les-Beaux-de-Provence, der See und die Hippies

An einem weiteren sehr heißen Tag sollte uns die Busfahrt in die Berge führen. Der Weg sah beschwerlich aus, doch lenkten uns die Busfahrer tapfer an unser Ziel.

Es hieß Les-Beaux-de-Provence und war eine Berg- und Höhlenstadt, die hoch am Felsen gelegen war. Doch bevor wir den Weg dorthin erklommen, hieß es erst mal: Zeichnen! Oben erschloss sich uns dann ein schnuckeliges Dorf mit verwinkelten Gässchen, dass jedoch scheinbar nur noch für den Tourismus lebte. Es wirkte etwas unecht und erinnerte in seiner Geschlossenheit an andere bekannte Orte wie z.B. den Mont Saint-Michel ganz am anderen Ende Frankreichs, an der Küste der Normandie. Trotzdem gefiel mir der schöne Ort mit der alten Festung auf den Kalkfelsen. Nicht zu verachten ist auch der fantastische Blick über das Alpilles-Gebirge. Man hatte auf jeden Fall viele schöne Details zu entdecken und tolle Motive zum Zeichnen und Fotografieren.



Am nächsten Tag wusste keiner von uns so recht, was uns erwartete und letztendlich hielt der Bus an einem See mitten in der Einöde... Leider weiß ich nicht mehr genau, wo das war. Es war wie immer unglaublich heiß und wir stiegen dort aus und wussten nicht warum.... Wir bekamen dann aber recht schnell eine Aufgabe, die allerdings genauso merkwürdig war, wie der Ort selbst. "Warum sind Berge blau?" war die Frage. Dazu gab es ein quadratisches Stück Pappe und eine Filmdose mit blauer Farbe. Aber keinen Pinsel oder ähnliches. Wir sollten mit natürlichen Mitteln kreativ drauflos arbeiten. Anschließend badeten einige im See, der allerdings etwas obskur aussah. Ich erkundete mit einigen Leuten ein angrenzendes Gelände, das sich als Hippie-Kommune oder ähnliches entpuppte. Wir trafen jedenfalls auf äußerst bunt anmutende Gestalten, viele Hunde und eine Art Dorf mit sogar einem Ansatz von Infrastruktur. Außerdem gab es viele Kunst-Objekte zu entdecken, die aus Müll und Baumaterialien angefertigt wurden. Ein sehr interessanter Ort, leider traute sich aber niemand, die Hippies dort anzusprechen, um herauszufinden, wo wir uns da eigentlich befanden. Und auch den Weg dorthin habe ich ja leider vergessen, aber vielleicht weiß ja jemand, wovon ich spreche!